An diesem Morgen erhielten der Gemeindevorsteher und seine Gattin den Segen zu ihrer Silberhochzeit. Bischof Fässler blickte mit dem Jubelpaar zurück: Vor 25 Jahren hätten sie gemeinsam Neuland betreten – ähnlich wie Abraham, den Gott in ein neues Land führte. Ein solcher Schritt setze Gottvertrauen voraus. Auch das Jubelpaar sei diesen Weg im Vertrauen auf Gott gegangen – getragen von der Verheissung, dass Gott zum Ziel führt. «Nachfolge Jesu heisst Gottvertrauen», fasste der Bischof zusammen.
Das gute Werk
Grundlage des Gottesdienstes war das Wort aus Philipper 1,6: «Ich bin darin guter Zuversicht, dass der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird’s auch vollenden bis an den Tag Christi Jesu.» Diese Botschaft der frohen Zuversicht wolle Gott heute in die Herzen legen, erklärte Bischof Fässler. Gott habe gut in sein Werk investiert: Er gab seinen Sohn, der Mensch wurde und sein Opfer brachte, damit auch wir einen guten Anfang haben können.
Gottes Werk bauen
Gott hat sein Werk angefangen und wird es auch vollenden – das ist die Grundlage der Zuversicht. Was dazwischen liegt, ist Teil unseres Auftrags: Wir sollen bauen, aber nicht ohne seine Hilfe. Der Heilige Geist erinnert an Jesus, zeigt sein Wirken und fördert unsere Entwicklung, seinem Wesen ähnlicher zu werden. So können wir am Werk Gottes mitwirken. Entscheidend ist, auf festen Grund zu bauen und dranzubleiben, damit das Werk seinen Zweck erfüllt.
Zuversicht trotz Störfaktoren
Wie bei einem Hausbau können auch im Glaubensleben Störfaktoren auftreten. Vieles kann dazwischenkommen. Dieser Bau und die Entwicklung geschehen in einem Umfeld, in dem uns Gutes und Böses begegnen. Deshalb braucht es Zuversicht: Nicht die Macht des Bösen wird siegen, sondern die Allmacht Gottes. Gott sorgt dafür, dass das Gute siegen wird.
Gott begegnet dem Bösen
Das Böse will die Beziehung zu Gott zerstören. Dem setzt Gott seinen Erlöser entgegen. Bis zur Wiederkunft Jesu bauen wir an der Beziehung zu Gott und zum Nächsten. Das Gebet ist dabei Beziehungspflege: Wer den Tag mit Gott beginnt, kann zuversichtlich und mit Frieden in den Alltag gehen – auch wenn jeder Tag neues, unbekanntes Land ist.
Auch den Frieden gilt es zu bewahren und aktiv daran mitzubauen. Wo Frieden ist, entsteht ein heilsamer Zustand von Ruhe und Stille. Dazu gehört, bei den Menschen zu bleiben, ihnen zuzuhören und sich von ihnen berühren zu lassen.
So bleibt die Gemeinde im Vertrauen: Gott hat begonnen, der Heilige Geist verweist immer wieder auf Jesus, und Gott selbst gibt Kraft zum Weiterbauen – bis er sein Werk vollendet.