Trotz kaltem und regnerischem Wetter liessen wir uns die gute Stimmung nicht nehmen. Die Gruppe war bunt durchmischt – von 15- bis 21-Jährigen, dazu noch die zwei Kinder einer Leiterin. Genau diese Vielfalt gestaltete das Zusammensein in Unterwasser besonders lebendig.
Während des Lagers feierten wir zwei Gottesdienste: einen drinnen und einen draussen. Besonders eindrücklich war der Gottesdienst am Samstagabend. Nachdem sich das Wetter etwas beruhigt hatte, konnten wir draussen das Thema "Ungerechtigkeit" aufnehmen. Jede und jeder schrieb auf einen Zettel, wo im eigenen Leben oder in der Welt Ungerechtigkeit erlebt wird. Im Anschluss wurden die Zettel im Rahmen der Sündenvergebung verbrannt – ein bewegender Moment für viele.
Es gab auch weitere eindrückliche Momente. Obwohl wir mit einem Rollstuhl unterwegs waren, liessen wir uns von keinem Hindernis aufhalten. Auf dem Wanderweg sprangen helfende Hände beim "Fahren" ein, an manchen kritischen Stellen wurde der Rollstuhl gemeinsam getragen. Es war schön zu erleben, wie selbstverständlich sich alle gegenseitig unterstützten.
Gemeinschaft zeigte sich nicht nur bei den Programmpunkten, sondern auch ganz praktisch im Alltag. Da es keine Abwaschmaschine gab, wurde die Küche schnell zu einem Ort voller Gespräche, Lachen und Teamarbeit. Selbst der Abwasch wurde zum Gemeinschaftserlebnis.
Natürlich kamen auch Spiel und Spass nicht zu kurz. Die Leiterinnen und Leiter bewiesen viel Kreativität und fanden tolle Ideen, damit das Programm trotz Regen und Kälte spannend und lustig blieb.
Ein weiterer wichtiger Teil des Lagers war der Abend zum Thema "Psychische Gesundheit". Gemeinsam machten wir uns Gedanken darüber, wie wir Menschen begegnen können, die an einer psychischen Krankheit leiden und wie wichtig Ansprechen, Offenheit, Verständnis und Unterstützung sind.
Dieses Lager bleibt vor allem als eine Zeit voller Zusammenhalt, wertvoller Gespräche, besonderer Erlebnisse und viel Gemeinschaft in Erinnerung.