Was ist da bloss passiert?

26.04.2026

Stammapostelhelfer Helge Mutschler hielt seinen ersten Gottesdienst in der Schweiz in seinem Auftrag als Stammapostelhelfer. Er besuchte im Bezirk Graubünden die Gemeinde Buchs.

Als Grundlage verwendet Stammapostelhelfer das Bibelwort aus der Apostelgeschichte Kapitel 4, den Vers 33: „Und mit grosser Kraft bezeugten die Apostel die Auferstehung des Herrn Jesus, und grosse Gnade war bei ihnen allen.“

Stammapostelhelfer Helge Mutschler gibt zuerst seiner Freude Ausdruck, dass er heute seinen ersten Gottesdienst in der neuen Aufgabe und Verantwortung in der Schweiz halten darf. Er bedankt sich bei der ganzen Gemeinde für das Kommen. Mit dem Hiersein wird der Glaube an Jesus Christus und das Gottvertrauen ausgedrückt. Halten wir zusammen und streiten für Jesus Christus.

Der Stammapostelhelfer weiter: Viele Menschen denken – wenn auch nicht immer offen ausgesprochen – „Gott ist tot." Die Argumente sind hungernde Kinder, Krieg, schwere Krankheiten. Andere zweifeln nicht an Gottes Existenz, glauben aber, er sei ohnmächtig oder gleichgültig gegenüber dem menschlichen Leid.

Was haben die Jünger Jesu, die Apostel Jesu am Osterabend gefühlt? Was ist damals mit den Jüngern Jesu geschehen? Sie sassen hinter verschlossenen Türen, verängstigt, ohne Hoffnung – Jesus war tot, die Sache schien erledigt. Und dann, innerhalb weniger Tage und Wochen, entstand ein gewaltiger Wandel. Was ist denn da passiert? Die Apostel wählten Matthias zum zwölften Apostel, damit er mit den anderen ein Zeuge der Auferstehung des Herrn Jesus Christus sei. Petrus stellt sich öffentlich hin und hält eine gewaltige Pfingstpredigt und heilt den lahmen Bettler.  Mit gewaltiger Kraft – im altgriechischen steht «mega» und «dynamis» - zeugen sie von der Auferstehung Jesu. Was ist da geschehen? Was hat die Verwandlung ausgelöst? Es war nicht das leere Grab. Es war die persönliche Begegnung mit dem lebenden Jesus Christus – mit Liebe, Nähe, Vertrauen und Gemeinschaft. Als er mitten unter sie trat und „Shalom" sprach, als er Petrus dreimal fragte „Hast du mich lieb?" – da entstand jenes „Mega-Dynamit", das die Apostel in die ganze Welt trieb.

Und wie lebe ich und du mit Jesus Christus? Mit einem Toten geht man zum Friedhof, legt Blumen nieder, erzählt alte Geschichten. Einen Lebenden ruft man an,  trifft sich, öffnet sein Herz, teilt Freude und Leid. Der Aufruf lautet: Glaube nur, dass er lebt! Wag diesen Schritt des Vertrauens – und er wird dir begegnen: im Gebet, im Gottesdienst, in der Gemeinschaft. Er wird in dein Inneres sprechen: „Ich liebe dich. Ich vergebe dir. Ich bin bei dir."

Wer Jesus Christus als Lebenden begegnet, braucht keine moralischen Appelle mehr. Aus dieser Begegnung wächst automatisch die Kraft und der Wunsch, anderen zu dienen, zu vergeben, Hoffnung zu schenken – gerade weil man selbst geliebt wird. Und mit der Gewissheit seiner Auferstehung trägt man auch die Hoffnung: Er wird wiederkommen, Schmerz und Tod werden vergehen.

 

Der Chor singt als Vorbereitung für Apostel Matthias Pfützner das Lied «Kleines Senfkorn Hoffnung»:

Der Apostel: „Was ist passiert?" – Diese Frage lädt ein, innezuhalten und zu fragen, wann zuletzt etwas passiert ist und ob es heute wieder passieren darf.Matthias bedeutet „Geschenk Gottes". Apostolisch zu sein bedeutet, ein Geschenk Gottes für diese Welt zu sein. Jeder Bruder, jede Schwester ist berufen, Zeuge der Auferstehung Jesu zu sein, denn da gibt es viel zu erzählen!

Hoffnung ist nicht einfach Optimismus, sondern entsteht aus persönlicher Begegnung mit Gott – aus einem kleinen Senfkorn, das zum Megadynamit werden kann. Johannes schrieb am Ende seines Evangeliums: Es sind noch viele andere Dinge, die Jesus getan hat. - die Welt würde die Bücher nicht fassen, die zu schreiben wären. Wir alle haben etwas zu erzählen: „Ich habe den Herrn gesehen, ich bin ihm begegnet." Aus diesem kleinen Senfkorn der Hoffnung in dir entsteht ein Megadynamit, das um die Welt geht.

 

Bezirksapostel Thomas Deubel wird mit dem Stück «In Christ alone» durch das Orchester eingestimmt:

Der Bezirksapostel predigt, dass ihm bereits in der Sakristei den Spruch «I han es Zündhölzli azündet und das het e Flamme gäe"  geäussert habe. Der Glaube an die Auferstehung Jesus Christus hat die Flamme entzündet und zu einer Begeisterung, einem Flächenbrand geführt.

Dieser Glaube beinhaltet drei Teile:

  • Kraft – „Christus lebt und wir können diesen Christus, diesen lebenden Christus heute erleben."
  • Gnade – Ein wachsender Glaube lässt das Materielle zurücktreten.
  • Zeugnis – „Jesus Christus lebt" zeigt sich im Alltag: im Umgang mit dem Nächsten, in der Liebe und im Verhalten – innerhalb der Gemeinde und weit darüber hinaus.

Selbst in schwierigen Zeiten trägt dieser Glaube eine lebendige Hoffnung: „Er ist mit mir, er lässt mich nicht allein, er vergisst mich nicht, er kann mich gar nicht vergessen, weil er nicht anders kann, als mich zu lieben."

 

Nach der Feier des Heiligen Abendmahles für die Gemeinde singt der Chor als Vorbereitung das Lied «Herr, vor dem Gnadenthron». Nach der Sakramentsspendung an die Seelen aus dem Jenseits klingt der feierliche Akt mit dem Violine-/Klarvierstück «Mehr lieben möchte ich dich» aus.

Den Schlusspunkt des feierlichen Gottesdienstes mit unserem Stammapostelhelfer setzt der Chor mit dem Lied «We praise thy name»!