Der Bezirksapostel bekräftigte, dass das vorgelesene Bibelwort, welches den Schlusssegen eines jeden Gottesdienstes bildet, nicht nur ein Zuspruch sei, sondern auch ein Geschenk beinhalte.
Durch die Gnade können wir zu Gott finden und es können uns die Sünden vergeben werden. Sie gibt uns auch Kraft, dass wir aus unseren Sünden lernen. Sobald wir uns der Grösse dieses Geschenkes bewusst werden, werden wir klein und demütig und sind auch bereit, unser Verhalten zu ändern.
Die Liebe Gottes - die sich nie ändert und für alle gleich ist - hält auch Lasten oder Prüfungen fern, die wir nicht tragen könnten und die der Seele Schaden zufügen würden. Der Bezirksapostel machte deutlich, dass Gott in solchen Fällen oft unbemerkt wirkt und dies aus seiner Liebe heraus tut. Es ist nicht immer einfach, dies zu glauben und zu verstehen. Manchmal haben wir das Gefühl, dass die Hilfe Gottes ausbleibt. Im Nachhinein sehen wir oft, dass sich alles richtig gefügt hat und Gott eine "Punktlandung" hingelegt hat.
Die Gemeinschaft des Heiligen Geistes stärkt die Seelen durch das Wort und im Heiligen Abendmahl. Sie zeugt von der Anteilnahme am Erbe Jesus Christus, aber auch an den Bedrängnissen, die auf Jesu zugekommen sind. Das kann nicht verhindert werden. Gemäss Paulus dient alles zum Guten, denen die Gott liebhaben (vgl. Römer 8,28). Der Bezirksapostel wies darauf hin, dass der liebe Gott mit dem letzten Teil des Schlusssegens alle Gläubigen als Glieder am Leib Christi betrachtet. Am Bild der Finger einer Hand zeigte er auf, wie diese verschieden sind und einander helfen, wenn einer von ihnen verletzt ist.
Zum Mitdienen wurden Apostel Domenig und Bischof Wihler gerufen. Der Apostel erwähnte, dass wir durch den 3-teiligen Segen eine Ausrüstung erhalten haben, die uns Kraft gibt für jede Lebenssituation. Insbesondere in Situationen, in denen der Böse uns verführen möchte. Er rief den Gläubigen zu, den lieben Gott in ihr Herz zu lassen und ihn als Beispiel für ihr Handeln zu nehmen. Der Bischof bezog sich auf den Segen, welcher der Menschheit mit der Geburt Jesu geschenkt wurde. Der Segen Gottes ist in die Welt gekommen und soll an allen Menschen, die Gott lieben, offenbar werden.
Nach der Feier des Heiligen Abendmahles ordinierte der Bezirksapostel für die Gemeinde Bern-Ostermundigen eine Diakonin und eine Priesterin. Der Gottesdienst wurde mit Beiträgen des Projekt-, des Kinder- und des Jureko-Chores sowie des Orchesters musikalisch mitgestaltet.