Spezieller Besuch in Schaffhausen-Neuhausen

01.09.2024

Vor ca. 10 Jahren wurde eine Motorradgruppe gegründet, bestehend aus neuapostolischen Geschwistern, die begeisterte Motorradfahrer*innen sind und ihr gemeinsames Hobby teilen. Am 1. September 2024 besuchte die Gruppe vor einer Schwarzwald-Töfftour den Gottesdienst in der Kirche am Rheinweg in Schaffhausen-Neuhausen.

Schon die Ankündigung war speziell: Etwa 25 Motorräder mit ca. 35 Geschwistern haben sich für den Besuch in Schaffhausen angemeldet. Es hat sich eingebürgert, dass die Motorradfahrer*innen im Chor der Gemeinde mitsingen, ja sogar die Dirigentin stellen.

Bischof André Weidmann legt dem Gottesdienst das Bibelwort aus Johannes 15, 5. zu Grunde: «Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun».

Als Kernpunkt aus dem Textwort beschreibt der Bischof, dass es sich bei Jesus um den wahren Weinstock handelt. Er berichtet von einer kürzlich gemachten Erfahrung eines mittels künstlicher Intelligenz generierten Bildes einer Person. Es sei sehr schwierig gewesen, zu erkennen, ob es sich um eine echte (wahre) Person handelt oder ob eine Kunstfigur dargestellt ist. Bei Gott finden wir Wahrheit, die Dreieinigkeit Gottes ist echt! Diese Wahrheit wollen wir immer wieder erleben.

Was fördert die Entwicklung einer Rebe, im übertragenen Sinn die Entwicklung unseres Wesens? Es sind viele Einflüsse in unserem Leben, die unsere Entwicklung prägen. Unsere Eigenverantwortung hilft uns, diese Einflüsse für eine positive, geistige Entwicklung zu nutzen.

Im Textwort ist von «bleiben» die Rede. Wenn wir in der Nachfolge bleiben, so bringen wir auch die besagte Frucht. «Ohne mich könnt ihr nichts tun» - deutliche Worte, meint der Bischof. Im Irdischen gibt es viele Menschen, die ein Leben ohne den Glauben an Gott leben, in unserem Glaubensverständnis braucht es die Dreieinigkeit Gottes.

Speziell für die Motorradfahrer zitiert der Bischof noch das Wort aus Psalm 18, 31: «Gottes Wege sind vollkommen, die Worte des Herrn sind durchläutert. Er ist ein Schild allen, die ihm vertrauen.» Beim Motorradfahren ist der Weg bedeutend, die Qualität der Strasse ist sehr wichtig. Auch lauern Gefahren durch andere Verkehrsteilnehmer. Es braucht bei der Fahrt Nüchternheit und klare Sinne. Zudem braucht es auch als Sozius ein grosses Vertrauen in den Fahrer.

Nach dem Gottesdienst wurde durch das neu gegründete Event-Team der Gemeinde ein Mittagessen für die Gäste organisiert.

Kontakt für die Motorradgruppe ist Heinz Erb aus der Gemeinde Rorschach.