Gott schenkt in seiner Liebe Freude und Nähe

18.02.2024

Am Sonntag, 18. Februar 2024, diente Apostel Reto Keller in unserer Kirche Baden-Wettingen. In der Gemeinde war Trauer eingekehrt, da zuvor in kurzer Zeit drei Glaubensgeschwister in die Ewigkeit gezogen sind. So stand die Gemeinde in stiller Vorfreude und in Erwartung des Trostes.

Als Grundlage zum Gottesdienst diente Philipper 4,4-5: «Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch! Eure Güte lasst kund sein allen Menschen! Der Herr ist nahe!»

Apostel Keller brachte seine Freude zum Ausdruck mit der Gemeinde einen Gottesdienst zu erleben, bevor er im Mai mit allen Gemeinde- und Bezirksvorstehern und ihren Frauen seines Arbeitsbereiches in dieser Kirche zusammenkommen wird. Da die Gemeinde dann aus Platzgründen nicht dabei sein kann, war es ihm wichtig, sie vorher zu besuchen.  

Auf das vorgetragene Chorlied «Liebe, die du mich zum Bilde» eingehend, sagte er, um sich der Liebe Gottes zu ergeben, benötige man Vertrauen. Enttäuschungen können unser Vertrauen schwächen. Doch wenn sich Gott uns nähere, würden wir kein Risiko eingehen, noch müssen wir Angst haben: «Denn seine Liebe umfängt, dient, lenkt, stärkt und formt uns. Gott ist die Liebe und wirkt in grossartiger Weise. Ja, er kennt uns persönlich und nimmt Anteil an jedem Einzelnen. Gott will, dass allen Menschen geholfen wird.» Im Psalm 115,12 heisst es: «Der Herr denkt an uns und segnet uns». Das Bewusstsein der Liebe Gottes tröstet und ermutigt uns.

Apostel Keller erzählte, dass ihn auf der Hinfahrt das Wort «freuet euch allewege» beschäftigt habe. Da fuhr ein Auto mit gelber Aufschrift «Jodelchörli Läbesfröid» vorbei. Ein schöner Hinweis auf den bevorstehenden Gottesdienst und eine bleibende Erinnerung an die Gemeinde Baden-Wettingen.

In der Predigt ging der Apostel auf drei Arten von Freuden ein:

  • Lebensfreude
  • Schaffensfreude
  • Glaubensfreude

Zur Lebensfreude: Gott hat so viel Schönes geschaffen. Dazu gehört auch seine natürliche Schöpfung, die wir geniessen dürfen, aber auch pflegen wollen. So wie in Prediger 3,10-13 zu lesen ist, haben wir im Leben unsere Mühe, doch Gott hat die Ewigkeit in unsere Herzen gelegt, daraus kommt die Gewissheit des ewigen Lebens. Wir wollen nicht alles schönreden, aber doch das Gute und Schöne erkennen und es soweit als möglich geniessen.

Zur Schaffensfreude: Gott hat allen Menschen Gaben geschenkt. Es ist unsere Aufgabe als Christen, diese Gaben im Leben und in der Gemeinde einzubringen. Der Apostel ist dankbar für alle geleisteten Dienste. Dazu gehören auch die Fürbitten und die guten Gedanken für den Nächsten. Er ruft uns auf, dem Herrn mit Freuden zu dienen (Psalm 100,2).

Zur Glaubensfreude: Wir haben Freude am geschenkten Herrn Jesus Christus, an seiner frohen Botschaft mit der Verheissung seiner Wiederkunft. Wir dürfen auch von der geistlichen Schöpfung geniessen, der Herr begleitet uns. Dazu gehört die Freude an der stärkenden Glaubensgemeinschaft. Wenn Christus in der Mitte der Gemeinde ist, erleben wir trotz aller menschlicher Unterschiede gemeinsame Glaubensfreude.  

Warum sollen wir uns allewege freuen? Wir dürfen gemeinsam auf einem grossartigen Weg gehen, der nicht einfach nur steil, dornig und schmal ist. Vielmehr dürfen wir mit lieben Menschen gehen, die das gleiche Ziel haben. Der Weg, auf dem Gott uns nahe ist, bietet schöne Ruheplätze, so wie heute. Auch auf dem beschwerlichen Weg, wie in Jesaja 57,18 beschrieben, schenkt Gott uns Trost und nachhaltigen Frieden. Der Herr sendet uns als Begleitung seine Engel.

Der Herr ist nahe! Jesus sagte zu seinen Jüngern und zu allen, die dabei stunden: «...ich bin bei euch alle Tage, bis an der Welt Ende» (Mt 28,20). Das Kommen des Herrn ist nahe - das bleibt Kern unseres Glaubens. Auch im Gebet und in den Sakramenten ist Gott uns nahe. Der nächste Schritt im Heilsplan heisst «Wiederkunft Jesu Christi» als Auftakt zur ersten Auferstehung.

Der mitdienende Priester und der Vorsteher unterstrichen mit innerer Bewegung ihre Freude am gewirkten Wort. Lasst uns aus Liebe und Freude dem Nächsten Freude bereiten. Freude kann man nicht befehlen, aber man kann sich freuen wollen. Der Apostel verwies in diesem Zusammenhang auf Habakuk 3,18: «Aber ich will mich freuen des Herrn und fröhlich sein in Gott, meinem Heil.» Wenn man sich ärgern will, gelingt das mit einer fast einhundertprozentigen Erfolgsgarantie. Warum sollte das bei der Freude nicht auch möglich sein?

Der Apostel wies auf die Hochzeit des Lammes hin, wo es in Offenbarung 19,7 heisst: «Lasst uns freuen und fröhlich sein und ihm die Ehre geben...». Dies können wir auch bereits heute praktizieren. Es möge vielen durch die Sündenvergebung leichter werden. Es ist wichtig, dass wir uns selbst auch gnädig sind und es uns nicht selber unnötig schwer machen. Bedenken wir: «Der Herr ist da, ist uns gnädig und baut uns auf.»

Nach der Sündenvergebung und dem Genuss des Heiligen Abendmahls sowie nach dem Schlusssegen durften wir uns reich getröstet und in grosser Dankbarkeit verabschieden.