Vorsteherwechsel und Ordination

11.02.2024

Am Sonntag, 11. Februar 2024, besuchte Apostel Reto Keller die Gemeinde Wildegg, begleitet von Bischof André Weidmann und Bezirksämtern. Anlass dazu war der Wechsel des Gemeindevorstehers sowie die Ordination eines Priesters.

Als Grundlage für den Gottesdienst las der Apostel das Bibelwort aus Philipper 1, 6: «… und ich bin darin guter Zuversicht, dass der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird’s auch vollenden bis an den Tag Christi Jesu.»

Der Apostel nahm Bezug auf das verklungene Chorlied «Von guten Mächten wunderbar geborgen». Die Geborgenheit in Gott dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist schafft Sicherheit und ein Heimatgefühl, das Gefühl, verstanden zu werden.

Weitere gute Mächte, die für uns wirken:

  • Die Engeldienste
  • Menschen, die Gott uns schenkt, die uns nahe sind, die manchmal eine Türe für uns öffnen.
  • Gemeinschaft der Gläubigen. Die guten Mächte Gottes wirken auch in der Gemeinde. 

Dazu sprach der Apostel die Anwesenden direkt an: «Dank euch lebt die Gemeinde, dank euch ist Nächstenliebe in der Gemeinde, dank euch steht Jesus Christus in der Mitte der Gemeinde». Er dankte den Glaubensgeschwistern der Gemeinde Wildegg für die vielen Gaben, die eingesetzt werden, und für die gelebte Gemeinschaft.

Weitere Merkpunkte aus der Predigt

Bezugnehmend auf das Bibelwort wies der Apostel auf den Begriff «Zuversicht» hin. In der Zuversicht liegt etwas Aufbauendes - Erwartung, Hoffnung. Es werden positive Gedanken geweckt und der Mut wächst.

Negative Erwartungen und Befürchtungen jedoch münden in lähmender Angst.

Der Apostel bezog sich auf die Aussage von Paulus zur guten Zuversicht  und betonte die Zusage Gottes, sein Werk zu vollenden. Gott kennt jedes Detail unseres persönlichen Lebens, unsere Erfahrungen und Gaben. Er kennt sowohl unsere Bedürfnisse wie auch diejenigen der Gemeinde. Die Zuversicht von Paulus ist auf die Vollendung des Werkes Gottes gerichtet. So versicherte der Apostel: «Gott zieht seine Sache durch».

Das gute Werk in uns begann früh. Neben der natürlichen Schöpfung hat Gott uns Menschen erschaffen. Er machte es möglich, dass wir fühlen und lieben können, Empfindungen haben, glauben und hoffen können. Hierzu zitierte der Apostel ein Wort aus Prediger 3: «Gott hat dem Menschen die Ewigkeit ins Herz gelegt». Weiter erwähnte er die Sakramente der Heiligen Wassertaufe, der Heiligen Versiegelung sowie die Sündenvergebung als gute Werke Gottes.

Den Geschwistern der Gemeinde dankte er für ihr Mitwirken. Bei der Arbeit im Werke Gottes und in der Gemeinschaft geht es um die Einstellung. Wenn die Gemeinde geprägt ist von einem herzlichen, liebevollen Miteinander, dann können die wunderbaren Mächte Gottes erlebt werden.

Wir haben die Zuversicht, dass der Herr sein gutes Werk nach seinem Plan vollenden wird. Bleiben wir zuversichtlich, Gott hat alles im Griff. 

Nach einem Liedvortrag des Chores sagte der Bischof in seinem Predigtbeitrag, es sei motivierend zu wissen, dass das Werk gegeben sei. Nun liege es an uns, damit etwas anzufangen, es weiterzubringen.

Er erinnerte an den bevorstehenden Wechsel der Gemeindeleitung. Als Gemeindevorsteher trägt man Verantwortung und möchte, dass die Gemeinde lebt, Harmonie herrscht und man die Verbundenheit mit Jesus spüren kann. Das Wesen einer Gemeinde entsteht durch die Gemeinschaft und das Mitwirken aller Mitglieder. Das Evangelium ist das Fundament für unseren Glauben. Darauf dürfen wir unser Haus des Glaubens aufbauen. Jeder Gottesdienst bringt uns Baustoff dazu.

Im Anschluss berichtete der Gemeindevorsteher auf Wunsch des Apostels von einem spezielles Glaubenserlebnis: Er hatte das Bedürfnis, in einem kurzen Gottesdienst Gemeinschaft mit den Amtsträgern und ihren Frauen zu pflegen. Ohne die Bibelstelle von heute zu wissen, diente er mit genau diesem Textwort. Eine sehr berührende Verbindung, meinte der Apostel.

Handlungen

Nach der Sündenvergebung und der Feier des Heiligen Abendmahls leitete der Chor zu den Handlungen über. Der bisherige Gemeindevorsteher wurde von seinen Aufgaben entbunden. Nach 5 Jahren als Vorsteher der Gemeinde Lupfig und 17 Jahren in Wildegg wünschte er, diese Aufgaben weiterzugeben. In seiner Ansprache drückte der Dienstleiter seine Wertschätzung aus für die lange Zeit der Amtstätigkeit und als Vorsteher. Er bedankte sich herzlich für die väterliche Zuwendung zu den Geschwistern. Der Evangelist wird den Geschwistern weiter als Seelsorger zur Verfügung stehen.

Als nächste Handlung konnte der Apostel einen Diakon als Priester ordinieren und ihn mit den entsprechenden Vollmachten ausrüsten. Schliesslich beauftragte er einen Priester als neuen Gemeindevorsteher. In der Segnung wurden die vielen Aufgaben eines Gemeindevorstehers erwähnt und göttliche Kraft zugesagt.

Das Instrumentalensemble hatte auf den Gottesdienst eingestimmt und der Chor unterstützte das Dienen des Apostels mit passenden Liedern. Den musikalischen Schlusspunkt setzte die Gemeinde mit dem Lied «Nun danket alle Gott».