Lasst uns Friedensstifter sein

06.10.2024

Am Sonntag, 6. Oktober 2024, diente Apostel Christophe Domenig in der Gemeinde Worb. Als Grundlage verarbeitete er das Textwort aus Philipper 4, 6-7: «Sorgt euch um nichts, sondern in allen Dingen lasst eure Bitten in Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kundwerden! Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, wird eure Herzen und Sinne bewahren in Christus Jesus».

Bezugnehmend auf das Eingangslied des Chores erinnerte der Apostel die Glaubensgeschwister daran, dass der Stammapostel erst vor 14 Tagen aufzeigte, wie gross Gott ist und wie wir ihn anbeten können. Wenn wir dankbar sind, sind wir auch freudig. Wir sind dann nicht in einer gewissen Erwartungshaltung an unser Leben oder gegenüber unseren Nächsten, sondern sind bereit das anzunehmen, was der liebe Gott für uns bereithält. Im Gottesdienst kommt Gott zudem unserer Seele nahe und gibt ihr das, was sie benötigt. Um dies zu erleben, müssen wir aber daran glauben und im Gottesdienst aktiv mitmachen. Was bedeutet dies nun genau? Der Apostel motivierte die Gemeinde, sich die Frage zu stellen, wie es um unseren Frieden steht. Er ermutigte die Gläubigen, Sorgen und Belastungen im Gebet dem himmlischen Vater darzulegen. Dies sei die Grundlage, um Frieden im Herzen zu erlangen.

In der heutigen Zeit gibt es viele Herausforderungen, welche uns den Frieden rauben könnten. Die alltägliche Informationsflut könnte uns Sorgen und Ängste bescheren. Um den inneren Frieden zu bewahren, kann es hilfreich sein, nicht alles zu konsumieren, sondern uns auf Jesus Christus zu fokussieren. Er ist der Stifter des Friedens. Er hat auf Erden alles vollbracht, um Frieden zu ermöglichen. Nach seinem Vorbild können auch wir durch unser Handeln Friedensstifter sein. Dies ist eine anspruchsvolle Aufgabe, die viel Einsatz erfordert. Um Frieden und Segen zu erhalten, wollen wir diesen von Gott erbeten.

Der Apostel gab noch folgenden Rat, wie der Friede bewahrt werden kann: «Lasst nicht die Sonne über eurem Zorn untergehen!» 

Es ist wichtig, täglich - spätestens am Abend vor dem Schlafengehen - Frieden mit unseren Nächsten zu schliessen. Wenn wir dies nicht tun, werden kleine Meinungsverschiedenheiten immer grösser. Diese aus der Welt zu schaffen, wird dann immer schwieriger. Frieden zu stiften ist zudem heilsam für die Seele. Somit können wir uns gut auf den Tag des Herrn vorbereiten und ein Botschafter Jesu sein.

Der Bezirksvorsteher Philip Ritschard sprach in seinem Predigtbeitrag über die Freude, die im Gottesdienst erfahrbar wurde, und betonte, dass göttlicher Friede nicht nur die Abwesenheit von Konflikten, sondern auch eine innere Seligkeit bedeute. Hirte Marco Reinhard ermutigte die Gläubigen, ihre Anliegen Gott wörtlich vorzubringen und sich bewusst zu machen, dass Gott die Kompetenz, Macht und Kraft hat, Lösungen zu schaffen und Frieden zu stiften. Nur wenn wir diesen Frieden im Herzen tragen, können wir ihn auch an andere weitergeben.

Der Gottesdienst wurde von Beiträgen des gemischten Chores und Orgelstücken musikalisch begleitet.